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Anwendungen

Unsere geophysikalischen Meßverfahren setzen wir typischerweise in Bereichen der Baugrunduntersuchung, der Altlastenerkundung, bei der Überwachung der Erschütterungen von Spreng- oder Bauarbeiten, als zerstörungsfreie Prüfverfahren an Bauwerken oder bei wissenschaftlichen Projekten ein. Nach der folgenden Übersicht finden Sie hier auch zwei Anwendungs-Beispiele. Bei Fragen hilft Ihnen gerne Herr Flinspach (Tel: 0721-386461) weiter. Typische Anwendungen sind:




Anwendungsgebiet

Untersuchungsziel

Meßverfahren
Baugrunduntersuchung Struktureller Aufbau des Untergrundes Seismik, Georadar, ggf. Geoelektrik
Bestimmung der Felskante, z.B. für die Trassenführung von Strassen oder Schienenwegen Seismik, ggf. Georadar
Ortung von Leitungen, Rohren, Kanälen, Hohlräumen, Einzelobjekten wie Blindgänger, Tanks, etc. Georadar, ggf. Geomagnetik, Gravimetrie
Bestimmung elastischer Parameter, z.B. der Scherfestigkeit Seismik
 
Überwachung von Bauarbeiten Überwachung von Spreng- oder Rammarbeiten Erschütterungsmessungen nach DIN 4150
Überwachung von Rissen an Gebäuden Messung der Fugenweite
Tunnelvortrieb: Ortung von Störungszonen Seismik, Georadar
 
Zerstörungsfreies Prüfen an Bauwerken Ortung von Armierungen, Leitungen etc. Georadar, Geomagnetik
Auffinden von Wasserwegigkeiten Georadar
 
Altlastenerkundung Lokalisierung und Eingrenzung von Altlasten, Bestimmung der Mächtigkeiten Geomagnetik, Seismik, Georadar
Ortung von Einzelobjekten Georadar, ggf. Geomagnetik
 
Lagerstättenerkundung Kieslagerstätten Seismik, Geoelektrik
Salzstock: Ortung von Störungszonen Georadar
 
Wissenschaftliche Untersuchungen, z.B. in der Archäologie: Ortung von Mauerresten, Hohlräumen, etc. Georadar, Geomagnetik, ggf. Gravimetrie
Hydrogeologie: Kartierung von Schlammablagerungen in Flüssen,
Kartierung von Wasserwegigkeiten im Festgestein
Seismik
Georadar




Anwendungs-Beispiele:

1. Erschütterungsmessungen

Untersuchungsziel: Auf einer denkmalgeschützten bewohnten Burg am Rhein treten Risse im Mauerwerk auf. Es ist zu klären, ob diese Risse durch Sprengungen in einem benachbarten Steinbruch verursacht werden.
Meßverfahren: Erschütterungsmessungen nach DIN 4150 und Vermessung der Fugenweite des bestehenden Risses über eine Dauer von 6 Monaten. Die gemessenen Erschütterungen werden anhand der Anhaltswerte nach DIN 4150 (Erschütterungsbelastung des denkmalgeschützten Gebäudes, sowie der Bewohner) beurteilt. Die gemessene Fugenweite wird auf Variationen untersucht, insbesondere auf abrupte Änderungen, die zeitlich mit den Sprengungen koinzidieren.


Erschuetterungsmessung Fugenweiten-Vermessung
Erschütterungsmessung  Fugenweiten-Vermessung




2. Geo-Radar

Untersuchungsziel: In einem gemauerten Schacht eines Salzbergwerkes nahe Hannover sind der Aufbau des Mauerwerkes und die Anbindung des Mauerwerkes an das Gebirge zu klären.
Meßverfahren: Georadar. Der Schacht wird über große Teufenbereiche auf parallelen und vertikal verlaufenden Profilen vermessen. Die Radargramme ermöglichen die Bestimmung des Aufbaus des Mauerwerkes und geben Hinweise auf mögliche Hohlräume zwischen dem Mauerwerk und dem Gebirge.



  Georadar-Messung  
Georadar-Messung